


Der Morbus Crohn zählt, wie die Colitis ulcerosa, zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Crohn-Krankheit kann prinzipiell in jedem Abschnitt des Verdauungstraktes auftauchen – vom Mund bis zum After. Meist ist jedoch das Ende des Dünndarmes (Ileum) oder der obere Abschnitt des Dickdarmes (Kolon) betroffen. Mediziner sprechen zum Beispiel von einem „Morbus Crohn mit Ileozökalbefall“, wenn der letzte Abschnitt des Dünndarmes und gleichzeitig der Beginn des Dickdarmes betroffen sind. Eine „Colitis Crohn“ liegt dann vor, wenn sich Teile des Dickdarmes oder das gesamte Kolon entzündet haben.
Beim Morbus Crohn kann sich – im Gegensatz zur Colitis ulcerosa – nicht nur die Darmschleimhaut oberflächlich entzünden, sondern es sind teils auch tiefere Schichten der Darmwand erkrankt.
Nach heutiger Kenntnis führen einzelne Krankheitsgene dazu, dass Morbus Crohn häufig auftritt. Daneben begünstigen Umweltfaktoren die Krankheit: Raucher haben zum Beispiel ein höheres Risiko. Kommen verschiedene Faktoren zusammen, scheint sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper zu richten und im Darm eine dauerhafte Entzündung hervorzurufen.
Die Erkrankung macht sich vorwiegend in jungen Jahren bemerkbar. So liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr. Grundsätzlich kann Morbus Crohn aber auch erst bei älteren Menschen auftreten.


